
Vor kurzem habe ich das Theaterstück von Euripides Medea in den Kammerspielen Bonn Bad Godesberg angeschaut. Die Geschichte über das tragische Schicksal einer gebürtigen Korinthin, Medea, ist weltweit bekannt und braucht noch keinen weiteren Bericht. Viel wichtiger im Theater ist tatsächlich, wie das Theaterstück inszeniert wurde und wie die Schauspieler das Buch von Euripides lebendig machen. So wird ein Theaterstück bewertet und geschätzt.
Der Inszenierer, Klaus Weise, bietet eine verschlossene Inszenierung an. Die Bühne ist durch mehrere rollende Wände getrennt, diese Wände symbolisieren der unmöglichen Angesicht zu Angesicht Kommunikation zwischen den Personagen. Damit verstärkt der Inszenierer auch das Versteckspiel Medea´s grausame Pläne.
Die hervorragende schauspielerische Leistung von Xenia Snagowski, alias Medea, bringt den Zuschauer genau dazu, was das Theaterstück von Euripides eben ein unglaubliches Chef d´oeuvre macht: die Ambivalenz der Gefühle. Wie kann der Leser und bzw. der Zuschauer trotz grausamen Taten von Medea sie bewundern.
Soweit ich weiß, wird das Schauspiel in Bonn Bad Godesberg noch weiter laufen...also, hop! hop! Eintrittskarte kaufen.
